Die EU-Abgeordneten fordern die Einführung eines einheitlichen Ladegeräts für Mobilgeräte, um Verbrauchern das Leben zu erleichtern und Elektronikmüll zu reduzieren.

 

Der Ärger soll bald ein Ende haben

„Die Kommission muss Führungsstärke beweisen und dafür sorgen, dass nicht Tech-Giganten uns Standards diktieren. Wenn die digitale Souveränität dieser neuen Kommission etwas bedeutet, dann erwarten wir einen Vorschlag zur Festlegung eines Standards für ein gemeinsames Ladegerät innerhalb der nächsten sechs Monate“, sagt die polnische EU-Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Binnenmarktausschusses Róża Thun und Hohenstein (EVP). Sie hatte die Anfrage zur mündlichen Beantwortung an die Kommission gestellt.

Die Einführung eines einheitlichen Ladegeräts soll den Elektronikschrott reduzieren, Kosten verringern und die Sicherheit und Interoperabilität der Ladegeräte verbessern.

EU-Vorschriften erforderlich – positiver Effekt für die Umwelt 

Eine Studie aus 2014 zeigt, dass die Zahl der verschiedenen Smartphone-Ladegeräte von 30 im Jahr 2009 auf drei gesunken ist. Beim Kauf neuer Geräte werden jedoch neue Ladegeräte automatisch mitgeliefert. Laut Angaben der Europäischen Kommission ist Elektronikschrott einer der am schnellsten wachsenden Abfallströme in der EU. Das E-Schrottvolumen wird bis 2020 voraussichtlich auf 12 Millionen Tonnen ansteigen.